Iris Tiedeken

Triathletin, Ironwoman

News 2012

Eine bewegte, wenn auch andersartige Saison 2011 ist erfolgreich beendet, um der neuen spannenden Saison 2012 Platz zu schaffen. Mein Einsatz als „Aushilfsschwimmerin“ beim Gigathlon 2011 im Wallis war spektakulär, da meine beiden Einsätze à 3 km sehr gut liefen und die Erfahrung mit dem Team (gemeinsames Zelten, Transport von Wechselklamotten, Teamgedanke etc.) mich wirklich gefreut hat. Nebenher kontte ich auch den südlichen Teil der Schweiz erblicken, auf einen Gletscher fahren (für die Kleiderübergabe an unseren Läufer), in der Sonne im Neo „verglühen“ beim Warten auf unseren Biker usw. einfach klasse. Ein weiteres schönes Wochenende mit einer Kollegin im Tessin zum Rennradfahren, Schwimmen, Laufen und Abhängen war noch ein Baustein, der mir sicherlich bei dem einzigen Wettkampf in 2011 (abgesehen vom Gigathlonschwimmen) Zuversicht in meine Fähigkeiten auf dem Triathlonrad brachte. Das konnte ich am 20. August am Werbellinsee beim alljährlichen swim and bike in die Tat umsetzen. Trotz des recht welligen Auftaktes gelang mir eine gute Fahrt mit der cheetah zum zweiten Gesamtplatz und AK Sieg. Darauf kam es mir ganz sicher nicht an, sondern nach dem schweren Unfall auf Hawaii 2010 wieder Mut zu fassen, einen Wettkampf zu bestreiten.

Nun möchte ich sogar noch mehr, in 2012 nämlich in Rapperswil und Frankfurt starten….mit der vagen Hoffnung auf einen Qualiplatz für Hawaii. Dort würde ich sehr gern noch einmal heil ins Ziel kommen!

Noch einmal möchte ich mich herzlich bei meinen Freunden und Partnern bedanken, die mir sowohl nach dem Unfall in 2010, als auch in 2011 weitergeholfen haben. Dadurch konnte ich überhaupt erst so schnell wieder Fuß fassen, mich bewegen und nun auf dem Weg zu meiner „alten“ Form neue Ziele formulieren.

Gern berichte ich dann über die kommenden work outs, Trainingscamp Lanzarote und all das, was sonst für mich wichtig ist.

Happy new year!!!!

News 2011:
End of recovery

Sieben Monate später: ich habe es geschafft! Nach der Wiederherstellung der Knochen und überstandener Meniskus-OP starte ich wieder durch. Soll heißen, ich fahre Rad und gehe schwimmen, übe mich in Pilates und jogge im Wasser, was recht intensiv sein kann!

Zum Glück darf ich auch in 2011 mit der Unterstützung meiner Sponsoren und Partner rechnen, so dass ich ohne „Druck“ eine schöne lange Aufbauphase haben werde. Eventuell kann ich im Sommer schon wieder gut laufen und eine kleine Distanz in Uster absolvieren (oder auch nicht). Gern würde ich natürlich noch in diesem Jahr eine Hawaii-Quali in Angriff nehmen, aber bedeutet zu viel Belastung, da ich jobmässig auch sehr eingespannt bin.

Ich lasse es auf mich zukommen! Viel Freude bereiten mir „meine“ Schwimmeinsteiger, die ich seit ein paar Wochen von den Free Radicals Zürich betreuen darf. Nicht zu vergessen natürlich meine Schützlinge, die in Roth und beim Marathon an den Start gehen. Ja und damit auch wirklich die 24 Stunden ausgenutzt werden, bin ich auch als Helfer bei der Seeüberquerung in Zürich und anderen Rettungsdiensteinsätzen dabei. Ein erstes Kajaktraining wird mir dann noch zusätzlichen Spaß bringen denke ich! Ihr seht, Stillstand is nich ;O)

Auf meinem Blog geht es dann wie gewohnt mit den Neuigkeiten weiter.

News 2010

Trotz der durchwachsenen Saison 2009, in der ich meine erhofften Ziele nicht ganz erreicht habe, habe ich mich entschieden, erneut in 2010 bei großen Rennen, wie z.B. der Deutschen Meisterschaft in Kulmbach über die Mitteldistanz und dem ersten Ironman in Regensburg am Start zu stehen!

Dank der Unterstützung meines Hauptsponsors Sailfish kann ich auch im neuen Jahr auf bewährtes Material bauen und an dem Training feilen! Auf dem blog könnte Ihr immer aktuell nachlesen, wie ich das umsetze ! Mit Erdinger alkoholfrei als weiteren Sponsor ist es mir möglich, meine Wunsch-Starts zu melden :O).

Nun gilt es, all das zusammen zu bringen und eine top Saison hinzulegen.

Ein UPDATE

Nach etwas Verletzungspech 2 Wochen vor Kulmbach, wodurch ich nicht finishen konnte, stand ich am 01. August 2010 um 6:50 Uhr mit 2699 weiteren Athleten an der Wasserkante des Guggenberger Sees, um den 1. Ironman in Regensburg zu absolvieren.

Der Wettergott entschied sich bereits Samstag für einen trockenen, sonnig warmen Wettkampftag…was mich ja ganz besonders freute!

So einen harten Massenstart hab ich bislang wirklich noch nicht erlebt, aber irgendwie kam ich dann doch über die 3,8 km lange Schwimmstrecke, wenn auch in enttäuschenden 60 min. Die Radstrecke war sehr sehr schön, selektiv durch die Anstiege zu Beginn und wohl durch Winde auf den flachen Passagen (bei mir unten war kein Wind ;O) ). Auf der Laufstrecke lief es alles andere als optimal, aber dank der tollen Zuschauer hab ich es irgendwann vergessen und lief mein Ding durch. Es wurde mit einem Hawaii-Slot belohnt!

Auf meinem BLOG steht’s dann detaillierter… Nun bin ich in den Vorbereitungen, in die Schweiz zu gehen, von da aus dann am 01.10. starte ich nach Kona, hey Daumen drücken nicht vergessen DANKE!!!!

Der 3. Ironman 70.3 Germany in Wiesbaden am 16.08.09

In diesem Jahr sollte auch mein letzter Wettkampf nicht so richtig glücken…
aber der Reihe nach!

Erst am Freitag konnte ich früh nach Wiesbaden fahren, musste aus Kostengründen auch Mitfahrer einsammeln, so dass ich neben zwei Rädern (von Sebastian auch) auch mehr Gepäck als sonst hatte. Um 13 Uhr etwas kam ich bei richtiger Hitze und Schwüle im Hotelzimmer an, ich hatte mir mit Sebastian aus meinem Verein ein Zimmer bis Sonntag geteilt, um den Aufwand geringer zu halten. Leider gab es erstmal das Problem, wohin mit dem Auto…ist mitten in der Stadt nicht so leicht, aber machbar!

Gegen 16 Uhr fuhren wir eine kleine Radrunde, wobei aus der Stadt heraus immer auch „hoch“ bedeutet…und nach 25 min drehten wir entnervt vom ständigen Bergauffahren um, die Rückfahrt dauerte nur etwa 10 min! Abends gab es die Pastaparty, bei der sich Sebastian über die Fotos mit Profidame Yvonne freute.

Samstag fuhr ich zur Profi-Besprechung und Dopingkontrolle ins Race-Hotel, anschließend lief ich meine 30 min Vorbereitung im Park und machte mein Rad zum Einchecken am Schiersteiner Hafen klar. Nachdem der Shuttle uns wieder in wieder in Wiesbaden absetzte, futterten wir noch lecker Pasta im Vapiano.

Sonntag starteten die Profis um 8 Uhr mit den Top 300 der Alterklassen, es war ein gutes, nicht zu hartes Schwimmen (dank des besten Neos von Sailfish G-Range). Auf dem Rad verlor ich in Kiedrich dann leider gleich meinen hinteren Radflaschenhalter, wie gut, dass mein kleines Glücksbärchen dieses Mal nicht dabei war, so konnte ich ihn nicht verlieren. Die Pumpe war aber weg. Ich hatte keine Probleme auf dem Rad, aber auch leider keinen Druck (wie bei den vorherigen Rennen auch). Es hat mich nicht wirklich gestört, da ich auf meine Laufstärke hoffte, aber ich fand vom ersten Schritt an keinen Rhythmus und „stocherte“ die 4 Runden mit wenig Freude herunter.

Vermutlich war es keine gute Idee, noch so kurz vor dem Rennen wieder Tempoläufe mit ins Training aufzunehmen, hab ich sie doch seit dem Frühjahr nicht mehr gemacht…und die ungewohnte Belastung macht mich also eher müde. Wer weiß, was nach meiner Saisonpause“ dann abgeht :O) ! Ich versuche, alles in die neue Saison mitzunehmen und baue weiter meine Stärken aus.

Ganz lieben Dank an die „Fans“ an der Laufstrecke, die versucht haben, mich zu motivieren, danke auch an meine Sponsoren Sailfish, Erdinger alkoholfrei und Syntace, denen ich wieder gern mein Vertrauen geschenkt habe, ich freue mich schon jetzt auf neue Ziele in 2010 und die gemeinsame Arbeit/Training dafür.

Ergebnisse unter: www.ironman703.de

Neue Erfahrungen

…musste ich wohl in diesem Jahr sammeln, denn auch der Ironman European Championship Frankfurter Sparkasse sollte nicht der große Wurf für mich sein. Dabei fing es super an! Trotz der bei der Deutschen Meisterschaft in Schliersee eingefangenen Erkältung konnte ich mich bis zum 05. Juli noch etwas erholen, so dass ich recht zuversichtlich ins Rennen ging. Das Schwimmen in 55 min ging ganz gut mit dem Husten, aber nachdem ich aufs Rad ging, hatte ich irgendwie Pech. Ein Defekt, den ich erst sehr spät zuordnen konnte, da ich an meinen Husten dachte und nicht daran, dass das Rad kaputt war, bescherte mir auch mit größter Anstrengung eine langsamere Zeit als geplant und darüber hinaus wollte ich aus gesundheitlichen Gründen kein Risiko eingehen und musste das Rennen schon nach dem Radfahren leider aufgeben. Schweren Herzens, denn das 5. mal am Start in Frankfurt zu sein, fand ich schon sehr motivierend, dazu das tolle warme Wetter…nun ja, es kommt dann eben manchmal anders als gedacht.

Ich traf noch am Dienstag nach dem Rennen die Entscheidung, in Zürich zu starten, zumal ich eben noch einen Ironman finishen wollte! Donnerstag fuhr ich mit dem Auto allein nach Zürich, war ganz schön müde, aber dort bei Freundinnen toll und herzlich empfangen und untergebracht! Am Sonntag dann der Start, alles war wie immer, doch leider hatte ich gar keine Kraft beim Schwimmen, die Arme waren richtig müde und mit der Zeit von 1:02 h bestätigte sich das auch. Beim Radfahren hatte ich gute Beine, leider war es etwas kühl und regnete…Die Radstrecke beim Ironman Switzerland ist fein, im Sommer auf den Bergen Schnee zu sehen hat etwas! Leider merkte ich bei der Abfahrt, dass das Vorderrad schlingerte und nach 90 km beim Heart Break Hill war es dann soweit, ich hatte einen Raddefekt. Nach mehrmaligem eigenen Probieren (alle 10 km) versuchte sich der mobile Bike-Service mit einer Zange und richtete es so, dass ich gefahrlos weiterfahren konnte, danke an Euch. Durch die vielen Stopps und Wartezeiten fuhr ich dann gesamt über 6 h! Mist, aber egal, das Laufen war mir wichtig. Es klappte hervorragend bis km 19 oder 20, dann ging zunächst nichts mehr…eine Pause (dixi) musste her. Den Rest lief ich wie gewohnt zum Ende immer schneller… und war dennoch zufrieden, auch mit einer ungewohnt längeren Zeit, ins Ziel gekommen zu sein! Die Ergebnisse mit den Zeiten und Splits findet Ihr im internet auf der www.ironman.ch mit meiner Startnummer 54.

Nachdem ich am Montag die Finisher-Party genießen konnte, fuhr ich fix nach Berlin zurück, da am Dienstag wieder die „Pflicht“ rief im Büro. Ich werde die nächsten zwei Wochen schön entspannen und mich in aller Ruhe auf Wiesbaden (ironman 70.3) vorbereiten, das soll dann auch mein Abschluss in 2009 sein. Mit einem RESET möchte ich dann einfach im Oktober neu beginnen und mich auf 2010 freuen. Ich denke, an den nicht so guten Wettkämpfen wächst man auch, nimmt vieles mit und lernt für die neuen Aufgaben. Wer mich kennt, weiß, dass ich mir neue Ziele setze und mich nicht unterkriegen lasse :O) Anbei in der Galerie dennoch ein paar schöne Fotos von den Events in Frankfurt und Zürich!

Bis bald Iris

Der 18. Ironman auf Lanzarote…

…sollte für mich die härteste Prüfung überhaupt sein.

Vorweg genommen bin ich überglücklich, ins Ziel gekommen zu sein, den härtesten IM der Welt geschafft zu haben, mir selbst bewiesen zu haben, dass allein der Wille ganz viel möglich macht!

Die Voraussetzungen für den Wettkampf waren trainingstechnisch in diesem Jahr spitze, aber die Anreise stellte sich schon schwierig dar, musste ich doch bis Dienstag noch im Büro arbeiten und konnte erst am Mittwoch über einen Gabelflug anreisen, d.h. auch der Mittwoch war ein verlorener Tag! Donnerstag früh ging es dann zum Schwimmen, das klappte prima, nach dam Frühstück drehte ich dann meine erste Testrunde mit dem Rad und musste feststellen, dass sich bei dem Wind mein Vorderrad schon nicht optimal verhielt, sondern richtig "aufschaukelte". Auf der Fahrt in den Club La Santa zur WK Besprechung konnte ich das VR im Laden abgeben und der Mechaniker versprach mir, es zu richten (es hatte eine dicke 8).

Gesagt und getan, danach lief es wie am Schnürchen :O)). Freitag machte ich meinen obligatorischen Vorbereitungslauf, am späten Nachmittag dann fuhr ich mit Lars und Mimi zum Einchecken der Räder, Helm und Wechselbeutel. Alles war gut!

Samstag um 3:13 Uhr weckte mich das Handy und fast zeitgleich kam eine sms von einem lieben Freund (danke): pain is temporary, glory is forever! Dem brauche ich nichts hinzuzufügen. Der Start war gut, alle Profis waren mit den Fußspitzen im Wasser, die AK Athleten direkt ein paar Meter hinter uns! Beim Landgang bin ich leider etwas gestolpert und ein Schubs brachte mich kurz zu Fall, egal, weitermachen. Die Schwimmzeit war nicht super, aber ich bin auch nicht an der Leine, sondern rechts davon im Getümmel geschwommen ärgerlicherweise. Endlich konnte ich dann losfahren und freute mich schon sehr! Die km-Angaben machten mich unsicher, sie waren allesamt viel zu früh aufgestellt, ich schaute oft auf meinen Tacho und verglich das! Bei El-Golfo rollte es nicht, aber ich machte mir noch keine Sorgen, aber als es in den Timanfaya-Park ging dachte ich, ich fahre nur spazieren, gar kein Druck in den Beinen und der Wind war bretthart von vorn. Entsprechend unmotiviert fuhr ich an Daniel, Dana, Stefan und Jürgen vorbei, die versuchten, mich aufzumuntern. Der Weg über La Santa, Farmara und Teguise zum Mirador geriet zu einer mentalen Kraftanstrengung und erst als es richtig bergauf ging, war meine Welt wieder in Ordnung! Wo andere (Männer) in Schlangenlinien hochfuhren, konnte ich locker vorbeikurbeln. Inzwischen habe ich aber meine Erwartungen an mich und den Wettkampf schon deutlich heruntergerechnet…freute mich nur auf die Abfahrt und den Rückenwind.

Ganz so leicht war es nicht, aber ich kam dann doch irgendwann in die Wechselzone. Aber was für ein Schock, ich konnte nicht laufen, besser gesagt, mich nicht aufrichten. So humpelte ich ins Zelt und legte mich auf eine Bank, denn an die Füße zum Anziehen der Socken und Schuhe kam ich nicht heran! Der Rücken war so zu, als hätte jemand mit einem Stein permanent hineingedrückt! Aber ich hoffte, nach einigen Schritten (!) wird es besser…leider nein. Nach 600m sah ich Nicole, lief zu ihr hin und ließ meine ganze Traurigkeit an ihr ab, erzählte ich alles Mögliche, doch sie schickte mich weg (zum Glück). Ich musste also irgendwie zum Hotel weitertraben, mit Puls um 130! Am Las Costas warteten sie schon alle und freuten sich, aber ich erzählte wieder meine Geschichte und wollte aufhören, aber Daniel meinte, dass ich doch erst bis zum Wendepunkt laufen könnte…

So ging das dann bis zur zweiten Runde und erst dann erholte sich der Rücken, ich konnte einen schnelleren Schritt machen, Puls schon über 140, auf der dritten Runde dann sogar 150-155! Die letzten 10 km flog ich dann endlich im gewohnten Tempo bis ins Ziel und wusste, dass ich den härtesten, aber auch schönsten Ironman geschafft hatte! Im Sanizelt gab es zur besseren Regeneration gleich eine Infusion, danach schnell umziehen (es war den Tag über auch nicht besonders warm!!!) und trinken, Hunger hab ich meist nie direkt danach. Leider verlor ich bei dem ganzen Trubel meine Lieblings-Oakley in weiß, mit der ich immer laufe….dann muss ich wohl auf Hawaii eine Neue kaufen ;O))

Am gleichen Abend ging es noch zum Pizza essen mit den Schweizer Mädels, Simone kam schon vor mir ins Ziel (Glückwunsch und Respekt noch mal an dieser Stelle), aber für die Finishline waren wir dann leider echt zu müde.

Ganz herzlich möchte ich mich bei all den lieben Freunden, Coach Daniel mit seinem Team Ocean & Sports, der Organisation des IM Lanzarote und den vielen volounteers bedanken, die den ganzen Tag uns Athleten verpflegt und betreut haben!

Ergebnis: Platz 10 PRO Platz 13 Gesamt
Swim 0:59:46 / T1 0:05:07
Bike 6:25:01 / T2 0:06:37
Run 3:41:14 / Total 11:17:42


Der Testwettkampf

Der Testwettkampf am letzten Sonntag in Storkow sollte zeigen, ob ich alles richtig gemacht habe in der Vorbereitung auf Lanzarote…und es war ein guter Tag für mich! Das Wetter spielte mich, es war sogar richtig warm auf der Laufstrecke, optimal für den Ironman noch mal Sonne zu tanken. Der Duathlon über 10-40-5 km war nicht ohne, viele Wellen, die schon schwer zu drücken waren und überhaupt, 10 km vorweg zu rennen, aufs Rad zu springen (mehr oder weniger) und ordentlich zu fahren, ist wohl schon länger her gewesen bei mir, der Rücken schickte alle Botenstoffe in die Hüft- und Oberschenkelapparatur, um zu sagen, dass ich aufhören soll…aber ich drückte weiter und siehe da, in der 2. Radrunde ging es schon fast schmerzfrei ? Da leider so gut wie keine anderen Damen unterwegs waren, musste ich mich an den Männern vor mir orientieren und versuchen, heran zu fahren. Die abschließenden 5 km laufen waren eine echte Qual, nur gut, dass das die letzte volle Ausbelastung war, sonst hätte ich verzweifelt. Mit 2:11:56 h blieb die Uhr endlich stehen. Zwar gewonnen, aber ich hatte mir das „leichter“ vorgestellt. Aus dem vollen Training heraus ist es aber okay für mich! Jetzt bin ich also auch mal Berliner Meisterin über die kurze Duathlonstrecke (sonst immer nur im Spreewald die lange Kante), hurra ;)

Cool war, das ich ein neues Getränk ausprobiert habe, welches es noch nicht in Deutschland zu kaufen gibt, aber schon in England, das Powerade Pulver hat mir ein Bekannter von Coca Cola zur Verfügung gestellt, es ist auch unter Belastung prima verträglich, schmeckt gut (fruit mix) und ist ganz ergiebig. Am vergangenen Wochenende war ich in Kienbaum mit den Sisus und konnte dort neue Kontakte knüpfen, neben den harten Einheiten auf dem Rad und beim Laufen und Schwimmen gab’s ja immer gemeinsame Essenszeiten und Abende.

Jetzt gilt es, die Füße still zuhalten und die Form kommen zu lassen (irgendwo muss sie sein, da bin ich sicher). Mein Rad muss überholt werden, da war ich nicht zufrieden mit ein paar Dingen im Wettkampf, aber das sind Feinheiten (vielleicht für den Kopf?). Also, ich meld mich wenn es Wichtiges gibt, sonst heißt es Daumen halten am 23. Mai ab 7 Uhr bis Ihr Krämpfe in den Händen bekommt, danke!!!

Gran Canaria als Vorbereitung

Drei Wochen nach dem super Training auf Lanzarote flog ich bereits zum nächsten Ziel, dieses Mal auf Gran Canaria in Maspalomas, mit proficoachingpschebizin! Zwei Wochen wollte ich mir die Berge reinziehen und das tat ich dann auch, mit über 20 anderen Triathleten in verschieden starken Gruppen (oder auch mal allein) kletterten wir die Berge hoch, meist hatten wir schon nach 2 h 1500 Höhenmeter oder mehr. In der ersten Woche konnte ich auch zum „Saftpass“ hoch meine KA am Berg machen, das hat schon richtig weh getan, aber wenn’s hilft…

In der zweiten Woche standen dann die schwereren Ausfahrten auf dem Programm. Die Tour durch das „Tal der Tränen“ wollte meinem Rücken so gar nicht gefallen, dort sind ziemlich steile Rampen (Talsperren) zu überwinden, aber dank unserer guten Physio Verena und meinem fleißigen Stabi-Training verletzte ich mich nicht! Auf das „Tal der Männertränen“ mit 22% igen Rampen verzichtete ich dann aber lieber doch zugunsten einer wunderschönen Ausfahrt durch Traum-Täler, bei der wir ebenso viele Höhenmeter machten wie die Gruppe 1 :O) .

Das Wetter war schon etwas besser als auf Lanzarote, aber so richtig warm war es die ersten Tage auch nicht, in den Bergen ist es dann immer noch kühler, dazu Wind…doch es wurde immer schöner und so konnte ich nach dem Training auch mal im Pool meine müden Beine kühlen (ich war ja nicht zum Sonnenliegen dort)!

Unser Coach gab fast jeden Abend noch Tipps und verriet die Tourender drei Gruppen für den nächsten Tag, dabei gab’s dann auch eine Liste mit Ernährungstipps + und -, die dazu führte, dass bei jedem Essen über die Anhäufungen auf den Tellern gewitzelt wurde, denn nach viel plus musste meist auch noch minus gegessen werden (in Form von Kuchen, Dessert, Eis o.ä.), praktisch ein Pendant zu der Ernährungsberatung auf Lanzarote…

Trotz der nicht immer so guten Straßenbeläge konnten wir „pannenfreies“ Fahren vermelden, bis auf meinen kaputten Mantel, der wohl beim Abfahren zerstört wurde und sich von innen aufbröselte. Ich hab es rechtzeitig bemerkt und sofort einen neuen abgekauft beim Kollegen ? . Das Lauftraining war durch mein Pech mit Umknicken (vor dem Abflug) zunächst ein bisschen eingeschränkt, aber mit Tape ging’s dann ganz prima, sogar am Strand entlang zwischen den vielen Touristen, die zu Ostern in Massen auftraten.

Jetzt, wieder zu Hause, wird es dann langsam ernst im Hinblick auf den Im Lanzarote, ich freu mich schon sehr darauf, dank der Trainingscamps hab ich nun Stahl in den Beinen und mich kann glaube ich, (fast) nichts mehr erschüttern! Es gibt für mich noch einen kleinen Laufwettkampf am kommenden Wochenende, Anfang Mai dann den Duahtlon und das war’s! Bis bald dann auf Lanzarote
Isi

Trainingscamp Lanzarote

Seit Monaten schon Schnee, Eis und immer deutlich zu kalt, um richtig trainieren zu können…das habe ich am Samstag, 21. Februar endlich hinter mir lassen können, um auf Lanzarote ins erste Trainingslager zu starten. Gemeinsam mit meinem Trainingspartner kamen wir bei Sonne und über 22° C in Costa Teguise an, konnten zwar „nur“ noch die Räder zusammenbauen, aber waren schon für Sonntag startklar zum Radeln. So ungewohnt war das Tragen der kurzen Shirt’s und Hosen, dass ich erst einmal viel zu viel an „Überzeug“ dabei hatte. In den kommenden drei Tagen kamen schon erstaunlich viele Höhenmeter zusammen, und auch beim Laufen ist es immer wellig. Für die Berliner ist schon mehr als eine Autobahnbrücke ein „Berg“, so dass alles immer eine Herausforderung darstellte.

Die schönste Ausfahrt in den 3 Tagen war nach Timanfaya, für mich ist das einer der schönsten Orte, die ich je gesehen habe! Der ungewohnt viele Regen hatte die Insel in ein grünes Flechten-Flies getaucht, superschön ist ebenso El Golfo!

Für viel Abwechslung hat Daniel mit seinem Team Ocean and Sports auch an Ruhetagen gesorgt, das Neoschwimmen in der nahe gelegenen Bucht war mit Gruppenaufgaben und Mini-Wettkämpfen gespickt, so dass alle Spaß hatten! Überhaupt ist die Betreuung einfach spitze gewesen, immer auf uns abgestimmt, damit wir „nur“ trainieren konnten ?

Nach dem ersten Block war der zweite schon mit Schwierigkeiten verehen, so zum Beispiel das Bergzeitfahren nach Tabayesco, bei dem einzeln gestartet wurde, immer nach vermuteter Leistungsstärke, der/die Schnellste zum Schluss, so dass alle ihr eigenes Tempo machen mussten. Einen Tag später fing dann leider das schlechtere Wetter an mit dem so genannten Calima, bei dem feiner Sand von Afrika herüberweht. Wir ließen uns nicht berirrn, bei jeder Ausfahrt konnte man so 1000 bis 1570 oder eben mehr Höhenmeter machen, erstaunlich, dass meine Beine, die seit dem 30.12.08 nur das Spinningbike, Rolle, Ergo und eben Kraftstudio kannten, das bis dahin locker geschafft haben. Die El Golfo Runde war auch ein absoluter Traum, zur Belohnung ging es dann noch etwas Schwimmen. Das Becken war aber so warm, dass ich nur 25m Sprints als Schnelligkeitstraining eingebaut habe…danach ein paar Minuten im Whirlpool….und ab zum Essen!

Am Ende der ersten Woche und somit Anfang des 3. Blocks, haben wir ein Multi-Koppel-Training gemacht, bei dem 15km Rad und 4,6 km Lauf immer abwechselnd absolviert werden mussten. Leider konnten wir nicht die geplanten 5 Durchgänge komplett machen, da anfing zu regnen und wir immer kälter wurden. Das war dann auch das Ende vom schönen Wetter…

In der zweiten Woche stand die Ironmanstrecke auf dem Programm, mehrere Gruppen mit unterschiedlichem Tempo starteten früh am Morgen, es sollte ein langer Tag werden…und wir hatten Pech, eine längere Panne, Regen, Wind, so ziemlich alles, was ich auf gar keinen Fall im Mai haben möchte (bis auf den Wind natürlich).
Die nächsten Tage waren ebenso hart, ein Neoschwimmen auf der Ironmanstrecke habe ich mit Wechseltraining auf der Laufstrecke verbunden, damit ich auch dort mal sehen konnte, was im Mai auf mich zukommt! Ich fand das ganz prima, etwas Sonne kam dann auch noch heraus ? Ein mehr oder weniger lockeres Radtraining war für den Donnerstag geplant, es wurde nach meinem Empfinden aber immer kälter und der Sturm nahm stetig zu, so dass die Königsetappe am Freitag auf Fuerteventura mir schon Sorgen bereitete. Meine Beine waren echt „lahm“ und der Rücken hatte sich vom Wechseltraining nicht besonders erholt. Zu fünft radelten wir von dem Fährhafen los, 90 km mit enormem Rückenwind (Zitat: „42er Schnitt weßt de wie schlecht det is“ Erik Zabel), der dann irgendwann natürlich zum Seiten- und später vollen Gegenwind wurde! Alles war kalt und fest, ich hab keine Ahnung, wie ich die knapp 200km gepackt habe, es hat aber dennoch so viel Spaß gemacht, weil die Aussicht in den Bergen großartig ist, die Straßen perfekt und ohne Wind….ja aber alles geht eben nicht! Dafür gab es Sonne und mal keinen Regen! Alle sind heil angekommen und beim Essen redeten alle durcheinander und waren froh, so eine Tour gepackt zu haben! Das Beste daran war eigentlich die sensationelle Betreuung von Daniel, Dana, Matthias und Felix, die zunächst fleißig Cola, Red Bull, Mars, Snickers, Waffeln (neben Wasser) eingekauft hatten und uns richtig verwöhnt haben, so auch mit den „Wegweisern“, immer war das Auto da, wenn wir nicht sofort den Weg erkannten ? DANKE IHR LIEBEN ?

Auf dem Programm stand dann noch eine lockere Radausfahrt am Samstag, bevor wir auschecken mussten, leider mit ziemlichem wind und Regenschauern, so dass Sven und ich entschieden, nur eine Stunde zu fahren und stattdessen noch bis zum Transfer am Wasser die letzten Eindrücke einzufangen und zu speichern! Ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen zum Ironman Lanzarote am 23. Mai 2009, bis bald Mahalo



Planungen und Neuerungen für 2009…

Die Weichen sind gestellt, bereits im Oktober konnte ich neben den ersten kleinen Erfolgserlebnissen (15 km Lauf gewonnen, Mannschafts-Crosslauf ebenso) und dem Erwerb der C-Trainerlizenz Triathlon, einen neuen Trainer für mich gewinnen! Mit Unterstützung meines Trainers Robert Scheibe hoffe ich auf eine weitere Saison mit tollen Ergebnissen!

Dabei werden mir meine bewährten Partner Sailfish und Syntace zukünftig als Hauptsponsoren zur Seite stehen. Auch meine Co-Sponsoren Sponser, Nicolai-Vitalresort und Tune sind wiederum in 2009 mit ihren Produkten unterstützend dabei. Zur professionellen Gestaltung und Änderung meiner Homepage habe ich die Kreativagentur Gordon Adams engagiert. Für eine ökonomischere Radposition konnte ich Jens Machacek als Teilsponsor gewinnen, der mein Fahrrad mit Hilfe der Radbiometrie sicher gut einstellen wird. Mit Hilfe und Unterstützung meiner Osteopathin Conni Masur finde ich auch den richtigen Weg der Entspannung.

Nach einem weiteren Laufwettkampf über die Halbmarathonstrecke (Mannschaft) fühle ich mich schon richtig fit, um in das vorzeitige Training einzusteigen. Im Mai werde ich bereits den Ironman Lazarote bestreiten, im Juli folgt dann der Frankfurter Sparkasse Ironman European Championship, der HASPA ironman 70.3 Wiesbaden folgt im August!

Für die erforderlichen Radkilometer fliege ich im Februar und März auf die Kanaren, dort kann ich dann mal das warme Wetter genießen, statt bei Eis und Glätte mit dem Rad herumzurutschen ?

In eigener Sache möchte ich als C-Trainer Triathlon meine Dienste für Trainingspläne anbieten. Die Erstellung von online-Trainingsplänen für Triathlon Half-Ironman bis zum Ironman und Läufer bis zur Marathondistanz beruhen auch auf Weitergabe meiner Erfahrungen und Kenntnisse! Gern erwarte ich Ihre/Eure Anfragen über das Kontaktformular (bitte unter www.iristiedeken.com)! Ich freue mich auf Euch!!!



Der zweite 70.3 Ironman Germany in Wiesbaden am 10.08.2008

Auch für den diesjährigen Start beim 70.3 konnte ich wieder bei lieben Freunden in Wiesbaden wohnen, nach über 5 h alleiniger Autofahrt am Donnerstagabend war ich froh, diese zu sehen!

Das Wetter sollte in diesem Jahr nicht so toll werden, Freitag schon regnete es immer wieder, so dass ich keine Lust hatte, wie eigentlich geplant, auf der Radstrecke zu fahren. Stattdessen machte ich zwischen den Schauern einen Spaziergang und viel Gymnastik und Stabi

Am späten Nachmittag holten meine Freunde und ich unsere Startunterlagen ab, dann ging es zur Pastaparty und auf das Weinfest (für mich aber ohne Wein).

Der Samstag war vom Wetter her schon etwas freundlicher, ich hatte die obligatorische Dopingkontrolle am Mittag, erst danach erhalten die Profis ihre kompletten Startunterlagen ausgehändigt. Nun hieß es fix das Rad fertig machen, die farbigen Beutel packen, nichts vergessen (!) und ab zum Rad einchecken am Schiersteiner Hafen. Alles verlief reibungslos und

Wir machten einfach den Spaziergang zurück am Rhein…herrlich bei Sonnenschein!

Trotz zeitiger „Nachtruhe“ fand ich wie immer nicht in den Schlaf, was mich mittlerweile aber nicht mehr beunruhigt. Früh um 5 Uhr klingelte das Handy und ich machte mich um 6 Uhr mit den restlichen Dingen auf den Weg zum Shuttlebus zum Schiersteiner Hafen. Die beiden Freunde wollten lieber noch etwas länger ruhen…

Leider war es vom Wetter her nicht so gut wie erhofft, aber zunächst trocken…was beim Schwimmen ja dann auch egal ist. Die Schwimmstrecke scheint mir nicht zu liegen, wie im letzten Jahr kam ich nicht unter 30 min aus dem Wasser, machte dafür aber beim Wechsel und zunächst auf dem Rad Zeit gut. Ich sah Wenke vor mir und dachte, dass sie Probleme hat, sonst wäre sie längst auf und davon. Leider war es auch so, wir tauschten uns dann ein paar Male beim Hochfahren aus, wir sollten uns bis zum Ziel nicht mehr richtig aus den Augen verlieren… Dennoch gab es lange lange Einsamkeit pur auf der Strecke (bis auf die Motorräder). Ohne Schaltprobleme (siehe Bericht 2007), dafür aber mit mehr Rückenschmerzen schaffte ich die 90 km recht ordentlich, zwar nicht wie geplant unter 3 h, aber immerhin in 3:02 h. Bei der letzten Rampe hinauf auf die sog. Platte konnte ich nur mühsam ans Weitermachen denken, so groß war der „Schweinehund“! Nachdem ich aber die rasante Abfahrt nach Wiesbaden heil geschafft habe( viele Streckenteile waren regennass), lief ich zügig den Halbmarathon an, ich wollte doch wenigstens beim Laufen überzeugen! Das hat absolut geklappt, vielleicht war die erste Runde einen Tick zu schnell, aber ich wollte zügig Katrin und Linda einholen und nach 1:30:42 h und mit einem 6. Platz (zunächst) war ich mehr als glücklich. Wenke konnte ich zwar Zeit abnehmen, aber sie rettete ihren 5. Platz tapfer ins Ziel (12 sek) trotz der starken Schmerzen. Durch die 10 min später startenden Altersklassendamen kamen allerdings noch 3 in der Gesamtzeit davor. Das trübt aber nicht im Geringsten meine Freude über den tollen Wettkampf, der so super hart beim Radfahren ist! Die Frage nach dem nächsten Jahr beantworte ich lieber noch nicht…

Bei der Siegerehrung genoss ich den Wettkampf in Gedanken in vollen Zügen, ein herrlicher erfolgreicher und schöner Tag! Per mail erreichten mich tolle Fotos, die ich in meiner Galerie eingebaut habe! Vielen Dank an Ingo von www.sportfotografie.biz

Ergebnisse unter: www.ironman703.de

Hallo Ihr Lieben,

nun sind meine Fotos vom Ironman inmitten meiner Bildergalerie…viel Spaß dabei

Inzwischen versuche ich mich für Wiesbaden vorzubereiten, was meist an den Rückenschmerzen scheitert, aber ich gebe nicht auf. Wer mich kennt kann mich dann in Wiesbaden doch am Start sehen (ich hoffe es) und dann muss ich einfach schauen, ob ich es über die 90 km packe auf dem Rad. Das Laufen ist kein Problem zurzeit, also heißt es nun manuelle Therapie und abwarten…ich hoffe Ihr seid dabei und drückt die Daumen am 10.August 2008 beim 70.3 Ironman Germany!

Mein Tag des „Hammers“: Ironman in Frankfurt am 06. Juli 2008

Den Wecker um 3:20 Uhr hätte ich nicht stellen müssen, so sehr habe ich den großen Tag erwartet! Mit dem Bus-Shuttle um 4:30 Uhr ging es sehr schnell direkt zum Langener Waldsee. Bei der Überprüfung des Rades fing es leicht an zu tröpfeln, damit war aber laut Vorhersage zu rechnen und es sollte dabei bleiben.

Der Schwimmstart um 6:45 Uhr brachte mich dann endlich auf Betriebstemperatur, ein wenig zu warm mit Neo, denn ich hatte gleich das Gefühl zu kochen. Beim Ausstieg bzw. Hochrennen zur Wechselzone 1 dampften die Arme mächtig! Meine Schwimmzeit war noch besser als im vergangenen Jahr 53:53 min, obwohl ich nicht das „schnelle“ Gefühl dabei gehabt habe. Auf dem Rad konnte ich in der ersten Runde nicht viel machen, hatte ich doch schnell wieder taube Füße und Rückenprobleme, so wie in den letzten 4 Wochen schon. Allerdings sagte ich mir, dass ich ja fahren kann bis gar nichts mehr geht, denn es gibt nichts zu verlieren

Nach der Kopfsteinpflasterpassage in Maintal-Hochstadt krachte mir vor dem nächsten Ort mein gesamter Flaschenhalter hinter dem Sattel weg, Schrauben gebrochen, obwohl nagelneu und festgezurrt, aber ich nahm zumindest die Pumpe und mein Glücksbärchen mit, für die Ersatzreifen war kein Platz im Einteiler…also Risiko! In der zweiten Runde ging es meinem Rücken etwas besser (oder nicht deutlich schlechter), so dass ich nicht mehr ans Aufhören dachte. Meine Lieblingsdisziplin sollte ja noch kommen!

Der Wechsel zum Marathon war ok, meine langen Strümpfe wollte ich in jedem Fall anziehen, da waren mir 10 sek. längere Wechselzeit auch egal. Das Anfangstempo war sehr schnell, machte doch Linda direkt hinter mir erstmal Druck, so dass ich gar keine Zeit hatte, mir selbst ein Tempo vorzugeben. Bereits nach 3 km merkte ich, dass es richtig war und blieb dann einfach bei dem Tempo. Ich habe in Hannover ja schon gemerkt, dass das Tempo nicht zu hoch ist und ich es auch länger halten kann. 4:20 min allerdings waren dann aber schon zu flott, zumindest für 42 km, aber 4:40 im Schnitt lassen sich doch auch sehen. Ich konnte mich immer an meinem Puls orientieren, der mit etwa 160 +-5 sehr stabil war. Dieser Lauf war wie in einem Tunnel, einigen Freunden, die ich in der Menge sah, aber ich wusste zu jeder Zeit, dass ich noch lange so rennen konnte. Erst nach der letzten Brücke realisierte ich für mich, dass ich es geschafft habe, mich zum letzten Jahr deutlich zu verbessern und rannte an der ersten Tribüne total glücklich und Leute abklatschend vorbei, um endlich, endlich einen Traum zu verwirklichen. Der rote Teppich war eigentlich nicht lang genug, um die Freude auszukosten, aber ich zog natürlich das Tempo an, um die Zeit zu sehen!!! Was für ein Wahnsinn! Dabei kam es mir insgesamt gar nicht so schwer vor wie 2007, wo ich echt ziemlich platt im Ziel ankam!

Imke, die ich unterwegs immer vor mir wusste, nahm mich gleich in Empfang, sie hat es genau gesehen, dass ich ihr beim Laufen immer näher kam. Meine linke Wade war aber schon in der zweiten Runde etwas zu, so dass ich keine Krämpfe oder Verletzungen bei einer „Aufholjagd“ riskieren wollte und mein Tempo gehalten habe. Gut so

Zeiten: Swim 53:53 min T1 3:04 minBike 5:22 h T2 1:26 minRun 3:17 h

Overall Time:9:37:43 Platz 6 FPRO Platz 6 Gesamt

Es ist immer wieder ein Fest, in Frankfurt dabei sein zu dürfen und teil zu haben, an der Freude der vielen Athleten, den ganzen langen Tag die Helfer um sich zu wissen, die professionell Getränke und Verpflegung angereicht haben. Im Ziel bleiben auch keine Wünsche offen!!! Der Abschluss bei der Party am Montag mit Siegerehrung war dann die absolute Belohnung für die gesamte Zeit der Vorbereitung auf diesen einen Tag. DANKE an alle, die dabei waren, die mit mir waren und sind!!!

Die letzten Vorbereitungen

…für den großen Wettkampf am 06. Juli sind nun erledigt! Vielen Dank an meinen neuen Berater Eiko vom Race Runner Fachhandel, der mir noch rechtzeitig das richtige Paar Wettkampfschuhe empfehlen konnte,so dass ich hoffentlich beschwerdefrei den Marathon laufen kann. Die Bekleidung ist auch getestet,nun muss ich nur die Nerven behalten, die letzten 22 Tage nicht zu viel zu machen, am besten wird sein,ich gehe zum Konzert (Tim Neuhaus & Band), richte weiter meine Wohnung ein und versuche, nicht zu viel an den Sport zu denken. Da ich ein berufstätiger Profi bin, gibt es natürlich auch noch Arbeit (gerade zum Monatsende in der Abrechnung), bei der ich mich auch hervorragend ablenken kann …

Mein Gefühl sagt mir, dass ich in sehr guter Verfassung bin und ich freue mich sehr auf die Mitstreiter, die vielen Zuschauer und natürlich auf den Wettkampf! Durch den 4. Start seit 2003 ist es ja schon ein „Heimrennen“ geworden, zu dem ich immer wieder gern komme.

Bis bald und drückt die Daumen, dass es schöner Tag für alle Beteiligten am 6. Juli 2008 wird!

Sonntag in der Glut…..

Mein erster und einziger Triahtlonstart vor dem Ironman in Frankfurt 2008 war gestern, am 08.Juni in Hannover-Limmer! Dort, im 2. Jahr ausgetragen, hat sich die Veranstaltung für mich optimal als Vorbereitung angeboten und meine Erwartungen (nicht nur in mich selbst) erfüllt und übertroffen. Von Mahlow (mein neues Zuhause in Brandenburg) aus sind es keine 300 km und da der Start um 11 Uhr war, konnte man am gleichen Tag anreisen. Allerdings knallte die Sonne bis zum Start ungehindert auf die Athleten in und um die Wechselzone herum…da war man schon groggy vor dem Start.

Ziemlich pünktlich ging es los, 2 km in einem Kanalarm, der aber sehr sauber war (wenn man von den Pflanzen absieht, die in der Mitte auf dem Rückweg fast undurchdringlich waren). Ich hatte einen guten Start und zog bis zur Wendeboje ein hartes Tempo durch, dann erst ließ ich etwas locker, da ich ein paar Leute eingeholt hatte, die so etwa meinen Rhythmus schwammen (wollte mich noch nicht tot machen). Nach 28:13 min war ich als 2. Frau aus dem Wasser! Auf dem Rad fühlte ich mich wohl, dank des neuen Rades (welches ich über meinen Radladen des Vertrauens „Radsport Heinze“ in Berlin-Treptow erworben habe) mit super Laufrädern, alles von PRO-LITE, ein wenig seitenwindanfällig allerdings bei den 80er Felgen vorn…aber ich hatte es im Griff…

Aus dem normalen Training heraus war es echt hart, zudem kam eine einzige Verpflegungsstelle mit Iso-Getränken nach der ersten Runde, für dieses heiße Wetter sicher zu wenig…muss man eben einplanen oder sich durchbeißen.

Da hab ich wohl ein bisschen geschludert in der Vorbereitung für diesen Tag, aber es ging manch anderem Athleten ebenso, denn es stiegen leider auch sehr viele aus, schade...

Für den Laufpart hatte ich mir viel vorgenommen (Zeit) und ging in der ersten Runde sehr schnell an, bekam aber gleich von tiefen Liegen auf dem Rad ein wenig Seitenstiche, also wieder raus das Tempo, es war ja noch alles gut. In der ersten Runde fehlte mir ein Gel….aber es gab reichlich Cola unterwegs, so dass zum Ende der ersten Runde alles top lief. Bis zum Schluss konnte ich mein Tempo hochhalten und lief 1:31 h für den Halbmarathon bei der brütenden Hitzeschlacht. Die Gesamtzeit war 4:35:28 h als zweite Frau…ich bin hochzufrieden! Mein schicker Sailfish-Einteiler sitzt perfekt, wenn das auch das LOGO mal hält so wie das Tattoo…

Besonders gefreut habe ich mich über den Sprecher und die Zuschauer, die meine Leistung noch „altersmäßig“ hochgelobt haben…offensichtlich ist meine Schallgrenze mit über vierzig noch nicht erreicht?! Vielleicht gibt’s auch bald offizielle Fotos vom Wettkampf!

Halbmarathon in Berlin:

Am Sonntag, 06. April 2008 war nun der erste richtige „Test“, bzw eine Art Formüberprüfung für mich beim 20. Berliner Halbmarathon! Schon im Vorfeld bekam ich eine Gänsehaut aufgrund der 20.000 Läufer und Skater und Rollis, fast wie beim richtigen Berliner Marathon…und dachte nur, oh jeh, ob ich da meinen Rhythmus finden werde?

Zu dritt (Karsten und mein Bruder war auch dabei) fuhren wir superschnell mit der U-Bahn zum Alex, um den Rest mit den Massen zur Veranstaltung zu gelangen. Es war fast unmöglich sich vernünftig warm zu laufen, da bei 7 ° C und Abgabe der Kleiderbeutel keiner von uns so richtig motiviert war.

10 min vor dem Start suchten wir unsere Startboxen auf und dann ging es überpünktlich kurz vor 10:45 Uhr los. Die Strecke ist richtig schnell, da es tellerflach ist, nur zwei geringe „Steigungen“, die ich kaum bemerkte. Schnell fand ich zwei Vereinskollegen und klinkte mich erst einmal ein, um einen flüssigen Lauf zu machen. Bis km 16 blieben Jörg und ich auch zusammen, dann wollte er eigentlich allein weg, aber ich blieb dabei und wir erhöhten das Tempo, mein Puls war super hoch (zu meiner Freude). Die km-Schnitte wurden immer schneller, ich dachte, egal, das wird jetzt der Mega-Run, der schnellste Lauf meines Lebens, das nehme ich einfach mit! Auf den letzten 1,5 km war Jörg dann doch 200m vor mir, so dass ich allem mein Tempo hochhalten musste, was zum Glück auch geklappt hat. So schnell war ich vorher noch nie, einmal im Zuge des 25 km Laufes von Berlin eine 1:26, aber das jetzt in 1:23:14 h….einfach gigantisch für mich. Und ich war nicht mal total erschöpft, ein bisschen übel vom Zielsprint war mir nur ganz kurz, dann nach zweimaligem Ein- und Ausatmen konnte ich wieder herumspringen und mich auch nur freuen! Mit der Zeit bin ich 1. Berliner Frau, 14. Gesamt und 2. Deutsche geworden (Alterklasse auch 1.), musste aber nach über 2 Stunden Wartezeit und der Bitte auf vorgezogene Berliner Wertung, der leider man leider nicht nachkommen konnte, auf die Siegerehrung verzichten (hab mich offiziell abgemeldet), um keine Erkältung zu bekommen

Fazit des Tages, Ruhe bewahren und weiter auf diesem Weg trainieren, dann wird am 6.7. alles gut

Trainingscamp auf Mallorca

Ein neuer Stützpunkt auf der Insel, im schönen Port D’Alcudia, hatte in unerwartet viele Vorteile: wir (ein paar Leute vom Verein) waren näher an den Bergen und konnten dennoch die ersten Tage zum Einrollen „flach“ fahren. Anfang März sind auch im Ort wenig Touristen, so dass es zum Laufen auch einige schöne Abschnitte, vor allem am Strand, gab.

Vom Wettergott gesegnet, sind wir in den ersten vier Tagen schon in kurz bis halblang gefahren, ohne Regen, dann ein Tag mit Sturm, der ohnehin der erste Ruhetag war. Es kam dann nur noch zwei Tage später ein einziger Regentag mit Ausfall der Radeinheit (es wehte immer noch ein mächtiger Sturm dazu). Im Hotel gibt es keinen Pool, so dass die 5 min entfernte Schwimmhalle optimal war. Zwar waren insgesamt gesehen, die Schwimmeinheiten dadurch seltener, aber effektiver!!!

Bereits am dritten Tag wagte ich mich mit meinem Freund und den Leuten von A3K nach Randa…und stellte fest, dass es super lief. Von da ab hatte ich die gewohnte „Sicherheit“ und fuhr in den Bergen schön entspannt und trotzdem flott ;) Bis auf Sa Calobra hab ich in diesem Jahr alles mitgenommen, den Puig und Lluc auch zweimal.

Bei einer privat organisierten „Andratx-Tour“ fuhren wir zu viert die Küste bis nach Hause…es war traumhaftes Wetter und 19 ° warm. In der letzten Woche wurde es dann von Tag zu Tag auch wärmer, abends am Strand und nachts waren dann keine drei Decken mehr nötig.Zum krönenden Abschluss fuhren wir mit allen Freitag nach Can Picafort zum Kaffeetrinken und Kuchenessen (mit stehenden Erdbeeren).

Ein früher Rückflug am Samstag brachte alle dann wieder nach Berlin zurück, wo es zum Glück sonnig, aber richtig kalt war!

Nun komme ich gar nicht mehr aus meinem Bett und vom Schreibtisch weg, hoffe, dass ich ab morgen wieder ein bisschen Lust zum Laufen bekomme. Die Pause jetzt hab ich mir aber auch wirklich verdient, da ich qualitativ wohl mit Abstand das beste Trainingslager absolviert habe. Ich bin gespannt, ob sich das dann auch bis Frankfurt entsprechend entwickelt.

Hallo liebe Fans und alle unterstützenden Partner,

ich wünsche zunächst einen tollen Start ins neue Jahr, bleibt gesund, habt Spaß bei Eurem Sport und glaubt fest an Euch, dann gelingt auch Vieles!

Nach dem Florida-Trip und einer verdienten Sportpause, konnte ich schon am 02.12.07 das neue Training für die Saison 2008 starten. Am besten macht man (Iris) das mit einem Wettkampf :O)) und ich lief eine Cross-Staffel über ca. 6 km als Startläuferin in mäßigen 24:17 min, für den tiefen Boden war es aber ok.

Beruflich habe ich immer zum Ende des alten und Anfang des neuen Jahres viel zu tun mit dem Jahresabschluss, Rückstellungen u. v. a., so dass ein softer Einstieg ins tägliche Training ganz gut war. Regelmäßiges Krafttraining, Schwimmen, Motorik- und Schnelligkeitstraining, lockeres Laufen und Radfahren sind für die kommenden 6 Wochen geplant, je nachdem wie das Wetter es so zulässt. Meine Wettkämpfe sind in diesem Jahr sehr übersichtlich, Hauptaugenmerk liegt wiederum auf Frankfurt und Wiesbaden.

Für einen Silvesterlauf konnte ich mich nicht aufraffen, da ich bereits Samstag und Sonntag intensiv trainiert hatte, die freien Tage über Weihnachten waren auch stressig, da wir zur Familie gefahren sind und zusätzlich ein volles Sportprogramm hatten. Leider ist das Schwimmen etwas kurz gekommen, die Vereine haben hier in Berlin-Neukölln kaum Nutzungsmöglichkeiten, der Schwimmverein, dem ich noch angehöre, hatte auch keine Zeiten über Weihnachten. Das wird nun dann alles anders, es kommen bald wieder die Aufenthalte in Kienbaum und Lindow, alles wird gut!

Neue Fotos (von Florida) gibt’s bald, pünktlich zum Heiligabend sind sie eingetroffen…

Erst einmal tschüss….Iris

Ironman World Championship 70.3 am 10. November 2007

Startzeit 7 Uhr

Schwimmzeit 0:29:05 h

T 1 0:02:28 h

Radzeit 2:33:35 h

T 2 0:02:21 h

Laufzeit 1:38:09 h

Gesamtzeit 4:45:38 Platz 24 WPRO, Platz 70 Gesamt

Für eine Weltmeisterschaft war meine Vorbereitungszeit nicht ideal, eine Zerrung in der Wade und das kalte Wetter im Oktober machten die letzten vier Wochen zu einem „Glücksspiel“. Dennoch freute ich mich mit meinem Freund gemeinsam auf die warme Sonne Floridas. Am Samstag, eine Woche vor dem Rennen, kamen wir in der Nacht an. Leider war es dann erst einmal sehr kühl und vor allem windig, so dass wir beschlossen, am Montag zum Schwimmtraining ins Meer zu springen. Sonntag fuhren wir mit der „Hannes-Gruppe“ Rad, davon erholte ich mich bis zum Samstag offensichtlich nicht so recht, bekam sogar Muskelkater in den Beinen…das konnte ja heiter werden dachte ich. Die nächsten Tage waren so hohe Wellen und Wind, dass die Athleten nur bis zur 4. Boje (also die knappe Hälfte der Strecke) schwimmen durften. Donnerstag gab es ein Welcome Dinner im Sand Key Park, bei dem nach einer halben Stunde alle Teilnehmer froren und auch wir nur etwas Kaltes gegessen haben und wieder mit dem Shuttle von Hannes zum Hotel fuhren. Freitags war die Wettkampfbesprechung und anschließend das Einchecken von Rad, Helm und den Wechselsachen, im Hilton gab es danach die Hannes-Hawaii-Tours-Nudelparty , bei der weitere Renndetails besprochen wurden.

Samstagfrüh, bei gefühlten 3 ° C, war es dann soweit, der erste Start der WPRO um 7 Uhr krachte und ich schwamm mit tauben klammen Fingern recht gut, dank des Neos Sailfish One, war es recht easy. Nach einem Schlag aufs rechte Ohr ließ ich zunächst alle etwas wegschwimmen, um dann mein Tempo zu machen, bei dem ich wieder an die Gruppe herankam. Nach der Hälfte überlegte ich, ob ich vorn allein schwimmen sollte, da gegen die Sonne nicht zu sehen war. Ich bin dann aber rechts neben den anderen Damen geblieben, konnte dadurch aber besser sehen. Die Wasserzeit war 28:51 min, aber der Weg bis zur Matte im tiefen Sand, somit die 29:05 min…die Wechselzeit war für mich ok, beim Radfahren ging es nicht so wie ich dachte, aber es gab dann eine prima Rückenwind-Passage, bei der ich mich etwas erholen konnte, der neue C3 Clip von Syntace ermöglichte mir auch eine tiefere Position. Zurück gab es Gegenwind, was mir sonst nicht viel ausmacht, ich merkte aber, dass die Beine dicht waren…wie Sonntag vorher auch. Leider gab es einige schwere Unfälle, da die Strecke nicht komplett gesperrt, sondern die Fahrbahn nur durch Hütchen vom laufenden Verkehr getrennt wurde. Enrico Knobloch, der mich auf der langen Passage nach dem Wendepunkt recht spät überholt hatte, fuhr gerade einmal 70-100m vor mir, als ein Auto nach rechts abbog und ihn frontal mitnahm! Er flog über das Auto, das Rad flog durch die Luft und viele Teile, im nächsten Moment konnte ich nur noch links langsam vorbeirollen und dem nächststehenden Polizisten zurufen, was passiert war…das Bild war aber immer vor meinen Augen, es lässt sich einfach nicht so locker weiterfahren wenn man das gesehen hat!!! Entsprechend blockiert fuhr ich mein Rennen zu Ende, dachte, dass ich beim Laufen noch etwas gutmachen konnte…was leider nicht funktioniert hat. Die Laufstrecke führte über die große Brücke, das also bei 2 Runden viermal, und hat mich echt fertig gemacht, fast wollte ich beim letzten Mal hochgehen, überwand diesen Punkt zum Glück und versuchte bis zum Ziel noch zuzulegen. Eine 1:38 h ist nicht so toll, aber immerhin bin ich heil angekommen und dank der tollen Massage im Ziel waren die Beine noch funktionsfähig. Nun wartete ich natürlich auf Karsten, da ich ihn beim Laufen nicht gesehen habe, er hatte die vorletzte Startgruppe, fast eine h später als ich! Nach dem Rennen war es eine tolle Stimmung, super Versorgung mit ganz leckeren Dingen!!! Um 18 Uhr war bereits die Awards-Party, wieder am Sand Key Park, dieses Mal aber ohne eiskalten Wind und höheren Temperaturen, auch nach Sonnenuntergang, der hier supertoll ist…Ein Abschlussbier im Shepards mit allen „Hannes-Ahtleten“ rundete den Tag ab! Bis Dienstag hatten wir noch Zeit, uns ein wenig zu erholen und den tollen Strand zu genießen. Falls es irgendwann wieder eine Quali für die WM 70.3 gibt, komme ich sicher gern wieder nach Clearwater Beach!

Nach einer fast dreiwöchigen Ruhephase, in der ich nur nach Lust und Laune ein wenig geschwommen und gelaufen bin, sollte es in die Vorbereitung für Florida gehen. Sechs Wochen Zeit, um wieder richtig fit und schnell, vor allem aber motiviert zu sein…das war das Ziel.

Da ich seit Frankfurt ohne Trainer bin, kann ich mir jeden Tag neu überlegen, was wirklich gut für mich ist, bisher ein Vorteil, den ich gerade beim Lauftraining nutze.

Beim Schwimmen lasse ich es ruhig angehen, die ersten zwei Wochen klappte es nicht so richtig, aber inzwischen sind die Einheiten klasse und vor allem schnell! Das Laufen auf der Bahn macht mir viel Spaß; da ich fast nie dort trainiere, wird jede Woche der Spaß größer. Um aber Verletzungsgefahren vorzubeugen, werde ich zukünftig zwar regelmäßiger auf der Bahn laufen, aber dosiert und nicht so lange Läufe. Auf dem Rad ist es einsam geworden, kaum jemand fährt noch raus, ich bin froh, dass mein Freund fast immer mit mir zusammen trainieren kann…

Die Intervalle fahren sich wie von selbst, in Berlin hatten wir richtig Glück mit dem Wetter, zwar nicht so warm, dafür aber keinen Regen! Leider hat es sich in den letzten zwei Wochen aber stark abgekühlt, nur noch 12 Grad, am vergangenen Samstag 6 Grad und Sturm…das ist mir dann doch zu kalt.

Zu meiner großen Freude habe ich von Syntace schon den neuen C3-Aero-Auflieger geschickt bekommen, mit dem ich die 3 Stunden fast nur unten auf dem Lenker lag…ich hatte das Gefühl, noch tiefer zu liegen und auch weiter vorn zu sitzen. Eine tolle Aero-Position, die sicherlich für Florida noch mal so richtig Druck bringen wird!

In knapp zwei Wochen fliegen wir ab, ich freue mich schon auf ein tolles Rennen und super Wetter. Bis bald dann…

Der Erste 70.3 Ironman Germany in Wiesbaden am 19. August 2007

Die Premiere des 70.3 Ironman (in Meilen, also 113 km Halfironman) ist gelungen! Dank des Organisationsteams vom Ironman Germany in Frankfurt, waren Helfer, Polizei, THW und Andere top auf den Wettkampf vorbereitet und wir Athleten hatten tolle Bedingungen für die Halbdistanz in Wiesbaden.

Meine Form stimmte auf den Punkt, das einzig Problematische war die schwere Radstrecke, die man mit unseren "Wellen" in Berlin nicht annähernd trainieren kann! Der Schwimmstart war um 8 Uhr für die Profis, alle anderen Starter folgten nach 20 min in Wellenabständen von jeweils 10 min., was zu einem windschattenfreien (aber auch einsamen) Rennen geführt hat. Mit dem Schwimmen war ich nicht zufrieden, ich hab wohl die letzten Wochen zu viel Substanz auf den Bundesligawettkämpfen gelassen und fast gar kein Schwimmen mehr trainiert. Immerhin klappte der Wechsel auf's Rad ganz gut!

Es ging ca. 6-7 km flach zum Taunus, dann kamen zwei richtige Rampen über eine Länge von etwa 7 km Länge mit ca. 14% Steigung. Ich rollte mich gut ein, zwei weitere Profifrauen kamen nicht richtig weg bzw. vorbei, aber bei der ersten wirklichen Abfahrt hatte ich das Pech, das meine Kette über das große Blatt flog und ich immer zurückschalten musste, um es erneut zu versuchen. Das ging soweit, aber kostete wertvolle Zeit und schon überholten sie mich relativ schnell.! Bis nach Wiesbaden zum Wechsel konnte ich einfach nicht vernünftig schalten.!Die Zeit war dann egal geworden, nun konzentrierte ich mich auf das Laufen. In nur 49 sec. War ich auf der Laufstrecke, obwohl die Helfer bei der Abnahme mir mein Rad direkt in den Laufweg stellten. Zum Glück stürzte ich nicht und es ging los. Drei Runden à 7 km durch den Kurpark waren zu absolvieren, dabei in jeder Runde mit 150 Höhenmetern, die ich aber gar nicht bemerkte.ich rannte nur nach vorn, um wenigstens hier etwas Zeit gut zu machen. In 1:34:54 h (6. beste Laufzeit) bin ich dann doch zufrieden mit einer Gesamtzeit von 5:19:46 h endlich im Ziel gewesen.

Bei der abschließenden Siegerehrung und Vergabe der Slots für Hawaii und Florida habe ich mich für einen Platz für die 70.3 Ironman World Championship in Clearwater Florida am 10.11.2007 qualifizieret! Jetzt wird die Saison doch länger als ursprünglich gedacht :)

Iris
PS: Fotos folgen bald.
www.ironman703.de

22. Müritz-Triathlon in Waren am 28. Juli 2007:

Die Wettervorhersagen versprachen eigentlich keine große Freude, von 16 ° und Regen mit viel Wind war noch am Samstag früh im Internet zu lesen. Egal, Karsten und ich machten uns um 8 Uhr auf den Weg in den Norden von Mecklenburg-Vorpommern, um bei dem sehr familiären und angenehmen Mitteltriathlon teilzunehmen. Auf dem Weg dorthin war es bereits etwas wärmer und nachdem wir unsere Unterlagen abgeholt und auch die Räder eingecheckt hatten, brach die Sonne durch und machte den Tag doch super schön!

Der starke Wind brachte den großen Müritzsee zum Brodeln, so dass schon beim Start einigen Mitstreitern komisch zumute war. Punkt 12 Uhr, nach angemessener Schweigeminute für den tödlich verunglückten Polizisten Birger Lübbert, ging's dann in die Fluten. Überaschenderweise war ich schon beim Landgang bei den Frauen in Führung und das spornte mich noch mehr an, um nach schnellen 22:52 min (Strecke war kürzer als gewollt) und sehr gutem Wechsel auch als erste Frau auf dem Rad saß. Nach gut 7 km ging es erst aus dem Ort heraus, dann ca. 18 km in eine Richtung, Wendepunkt, wieder zurück und das Gleiche noch einmal, insgesamt kommt man dort auf knappe 80 km Radstrecke.

Der Wind war heftig, mit Rückenwind und Scheibe war ich schnell an der Wende, aber zurück ging es im Schneckentempo, einige "Wellen" dort sind auch nicht zu verachten.

Von hinten hatte ich nichts zu befürchten und so konzentrierte ich mich auf einen guten Wechsel zum Laufen, schaute schnell auf die Uhr, um die "Verfolgerzeit" abschätzen zu können.

Zu meiner großen Freude kam Karsten auch sehr schnell in Sichtweite, hatte auch auf der stürmischen Radstrecke nicht mehr nachgelassen, sondern ging etwa 8 min nach mir auf die Laufstrecke. Ich hatte nun ein Führungsfahrrad, dem ich aber anfangs nur locker folgte, da die ersten 10 km für mich so geplant waren im Hinblick auf den Bundesligastart in Kiel am kommenden Sonntag.

In 4:12:24 h kam ich als erste Frau ins Ziel, 8 min später lief Karsten in 4:20:29 h ein.

Mit meinem Erfolg am vergangenen Sonntag in Frankfurt habe ich beschlossen, Einiges am Training zu verändern. Erster Schritt hierzu war die Trennung von meinem langjährigen Trainer, um einfach Raum für neue Inspiration und Änderungen im täglichen Trainung zu schaffen. Dank an dieser Stelle für die 7 jährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit Dirk!

Für neue Trainingsinhalte und -methoden bin ich offen und würde mich über Kontakte sehr freuen.

Das war's!!! Endlich habe ich die 10 Stunden Marke geknackt und dabei im ersten Profijahr 9. Platz erreicht! Nun bin ich super happy, noch etwas erschöpft, aber schon voller Tatendrang in Richtung 70.3 Half Ironman Wiesbaden am 19.08.07.

Der Wettkampftag am letzten Sonntag war geprägt von vielen Emotionen und dennoch viel Mut auf der Radstrecke, sollte ich doch trotz 7. bester Schwimmzeit gesamt in 55 min. nicht in der Verfolgergruppe zur Spitze sein. Durch eine Schnittverletzung am rechten Mittelfinger, vermutlich beim Abstreifen des Neos am Klettverschluss des Transponders verursacht, musste ich bereits nach dem zweiten Rechtsabbiegen auf die Schnellstraße anhalten und ein DRK Fahrzeug "alarmieren", mich zu behandeln. Das Ganze dauerte dann ca. 10 min., da eine Vene verletzt war und die Wunde inzwischen massiv blutete. Der ganze Vorsprung war weg, so konnte ich nur mit viel Druck versuchen, wenigstens in Reichweite der Führenden zu gelangen. Nach 5:10 h harter Arbeit hatte ich es leider dennoch nicht geschafft, mehr ging aber nicht, da ich an den Marathon dachte und lieber gleichmäßig laufen wollte. Das klappte auch super gut, bis km 21 gab es keine Probleme, dann wurden die Füße müde ...dennoch gelang mir eine gute dritte Runde. Die vierte war wieder eine schnellere Endrunde, ich konnte mich so motivieren, da ohnehin alles schon weh tat und ich bei leichter Tempoverstärkung auch nicht mehr Schmerzen hatte :O)) so lief ich in 3:36 h ins Ziel, total erschöpft, aber mega glücklich, unter 10 geblieben zu sein. Dank der lieben Helfer und dem Medical Service erholte ich mich schnell und mein verletzter Finger wurde fachkundig behandelt. Lieben Dank an die zuständigen Helfer und auch Organisatoren, Ihr wart und seid spitze!!!

Iris

Hawaiireise 2006

Nachdem die Hawaiireise leider zu schnell vorbei und ich wieder in Berlin angekommen war, musste ich endlich meine "Altlasten" entsorgen und ließ die Platte im Schlüsselbein und eine von zwei übrig gebliebenen Schrauben im linken Vorfuß Anfang November herausnehmen. Eigentlich wollte ich dann im Dezember wieder mit dem Aufbautraining für 2007 beginnen, in dem ja das Hauptziel Frankfurt als Profi feststand. Daraus wurde erst einmal nichts, da der Fuß enorme Probleme bereitete (wurde immer super dick und schmerzte) und ich somit erst Anfang Januar mit dem Lauftraining beginnen konnte. Bis dahin ging aber schon das Schwimmen gut und auch Radfahren dank des milden Winters, selbst in Berlin.

Beim ersten Testschwimmen über 5000m zeigte sich, dass alles gut verheilt war. Auch der Lauf über 10 km im Britzer Garten ging prima, obwohl ich bis dahin ganze zwei schnelle Einheiten machen konnte, abgesehen von dem "Alpenlauf" im Tegeler Forst über 11,6 km bei Eis und Schnee!!!

Das obligatorische und jedes Jahr aufs Neue schöne Trainingscamp mit Peter und Regina Sauerland im Club Font de Sa Cala vom 16.-31. März 2007 war dann der erste große Baustein für die Saison. Das Wetter war scheußlich kalt (ich bin doch ein Hitze-Freak), aber 1.300 km kamen auf dem Rad doch zusammen. Zu Hause ging es mit dem Temperaturen zunächst weiter, Ostern blies wieder ein richtig eisiger Wind und meine Nacken- und Schultermuskulatur zog sich derart zusammen, dass ich ständig in die Sauna ging :O))

Endlich kam dann die Sonne, aber ein kleiner Rückschlag in punkto Gesundheit, hatte ich doch auf Mallorca bereits eine Woche lang Zahnschmerzen, wo gar keine Nerven mehr sein sollten. Letzte Woche musste ich eine Zahn-OP im Kieferbereich über mich ergehen lassen, also kein Trainings möglich..bis zum Ziehen der Fäden!

Nächsten Mittwoch nun geht es ins zweite und letzte Vorbereitungscamp nach Allersberg bei Roth, hoffentlich spielt in diesem Jahr das Wetter mit, im vergangenen Jahr konnten wir nur mit Regenjacken und Winterbekleidung Rad fahren.

Soweit erst einmal die neuesten Entwicklungen, ich habe ja durch die OP's irgendwie auch andere Sorgen gehabt, einen neuen Job konnte ich am 04.12.06 im Bluemax Theater Berlin auch beginnen! Bis bald

Iris

10. November 2006
Ironman auf Hawaii: Neuköllnerin wurde vierbeste Deutsche (Presse Neukölln)

Neukölln. Wie erfolgreich die Neuköllner Triathleten sind, darüber haben wir bereits in der Berliner Woche berichtet. Eine, die es sogar geschafft hat, in die “Königsliga” diese Sports aufzusteigen und sich für den “Ironman” auf Hawaii zu qualifizieren, ist Iris Tiedeken vom TuS Neukölln. [mehr...]